Als Zuschauer noch erlaubt waren und hoffentlich zeitnah wieder erlaubt sein werden …

Als Zuschauer noch erlaubt waren und hoffentlich zeitnah wieder erlaubt sein werden …

Im letzten Jahr erfolgten kontinuierliche Änderungen bei der Genehmigungslage für ein Publikum bei Veranstaltungen oder Produktionen. Erschwerend kam hinzu, dass es verschiedene Varianten und Regelungen in den einzelnen Bundesländern gab. Zwischen Begrenzungen der Publikumsanzahl, verschiedenste Abstandsregeln und Verpflichtungen der Mund-Nasen-Bedeckung galt es, einen situativ umsetzbaren Weg zu finden.

Im Sommer vergangenen Jahres war Publikum bei einer Fernsehproduktion in Berlin gestattet, bedingt durch die Größe der Räume und Verkehrswege und natürlich unter Wahrung der Abstandsregeln und dem Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Die Sitzplätze im Studio waren definiert, Personen aus einem Haushalt zugewiesen und mit den benötigten Abständen eingerichtet. Zur Wahrung der Abstände wurden auf den freizuhaltenden Plätzen Pappaufsteller platziert.

Für die Umsetzung der Auflagen auf den Verkehrswegen bis zum Erreichen der Sitzplätze war ein Dienstleister verantwortlich. Die Produktionsfirma ließ ein Hygieneschutzkonzept erstellen, in welches die angedachten Maßnahmen des Dienstleisters mit eingeflossen sind. Hier fanden sich Maßnahmen zur Akkreditierung (Rückverfolgbarkeit), Wegeleitung (Abstandswahrung) und allgemeiner Hygiene (Toilettenbereich und Desinfektionsmöglichkeiten).

Die Maßnahmen wurden durch den Hygienebeauftragten vor Ort kontrolliert und es zeigte sich folgendes Bild:

Im Anschluss der Akkreditierung wurden die Personen darauf hingewiesen, sich unter Wahrung des Abstands im Wartebereich aufzuhalten. Es gab zugewiesene Sitzplätze im Studio, wodurch keine Notwendigkeit bestand, sich vor dem Zugang zu drängen. In diesem Bereich galt die Verpflichtung zum Tragen einer MNB.

=> Bei der Kontrolle durch den Hygieneberaten wurde festgestellt, dass die angedachten Maßnahmen eigenverantwortlich durch das Publikum nicht umgesetzt wurden.

Als erste Kompensationsmaßnahme wurden die Personen durch den vor Ort eingesetzten Ordnungsdienst gezielt angesprochen und auf die Wahrung des Abstandes hingewiesen.

Nachdem das erste Publikum eingelassen wurde, erfolgte eine Anpassung der Grundlagen im Wartebereich. Die Verantwortung und Zuständigkeit der angedachten Maßnahmen durften nicht in den Händen des Publikums bei der Umsetzung liegen.

Gemeinsam mit den zuständigen Dienstleistern wurde die Situation analysiert und Kompensationen abgestimmt. Im weiteren Verlauf wurde der Wartebereich vergrößertund Markierungen für einen Haushalt auf dem  Boden geklebt.
Nach Betreten des Wartebereichs wurden die Personen gezielt auf ihre Markierung begleitet und es erfolgte eine regelmäßige Information mittels mobiler Beschallungsanlage bzgl. Wartezeit und Maßnahmenerinnerung.

Diese Anpassungen führten zu folgendem Ergebnis:

Die Personen aus einem Haushalt befanden sich auf den jeweiligen Markierungen, wodurch der Abstand gewahrt wurde. Weiterhin konnte hierdurch das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung besser kontrolliert werden. Die Wahrnehmung der Maßnahmen und die Stimmung des Publikums war positiv und führte zu keinem Gedränge oder Unmut.

=> Sowohl die verantwortlichen Gewerke, als auch die Produktionsfirma begrüßten die kleinen Anpassungen, welche zu einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis führten.

Als Resümee dieses Beispiels lässt sich zusammenfassen, das Produktionen mit Publikum – sobald es hierfür wieder eine Genehmigung gibt – durch definierte und zielgerichtete Maßnahmen umsetzbar sind. Es gilt von Anfang an zu berücksichtigen, dass sowohl der räumliche Bedarf als auch der personelle Aufwand höher ist, um den Gesundheitsschutz der teilnehmenden Personen gewährleisten zu können.

berlincoming – koordination event I messe I tv

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Jürgen Krebs

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